Ideen für Deutschland 2

Ich habe dieses Wochenende etwas mehr von diesem Land gesehen, und muß sagen doch sehr froh und dankbar zu sein, hier zu leben. Es ist ungemein schön hier sein zu dürfen, nichts wofür ich mich schlecht fühlen muß, wofür ich erst etwas leisten muß, sondern es ist etwas, was mir von Natur aus geschenkt wurde, und deshalb nur aufzugreifen brauche. Und zur Natur zählen auch alle Mitmenschen, die ja genauso ein Teil davon sind.


Nicht Amerika, nicht Rußland, nicht China, auch nicht Europa, sondern Deutschland ist das Land unserer Zukunft, unserer Träume, unseres Engagements. Diese Nation ist unsere Leinwand, unser Meisterstück. Wir schauen nach vorne und sehen keine Grenzen unseres Erforschens. Unsere hellköpfigsten Entdeckungen sind noch nicht bekannt. Unsere spannendsten Geschichten noch nicht erzählt. Unsere großartigsten Reisen noch nicht gemacht. Das deutsche Zeitalter, der deutsche Epos, das deutsche Abenteuer hat gerade erst begonnen. Unser Geist ist immer noch jung. Die Sonne geht weiterhin auf. Gottes Glanz ist immer noch am scheinen. Und, meine lieben Mitbürger, das Beste ist erst am Kommen!


Wer genau gelesen hat, wird bemerkt haben, daß das nicht meine Worte sind, sondern es ist eine Übersetzung von Aussagen eines allgemein bekannten Mannes, mit ein paar wenigen, aber auffälligen Änderungen. "Warum denn nicht?", habe ich mir gedacht. Warum sollte dieses Statement für bestimmte Flecken und Völker auf diesem Erdenrund gelten, aber für andere nicht? Warum gerade für die Deutschen nicht? Sind die etwa weniger wert? Haben die solche Worte einfach nicht verdient?


Es geht hier um das positive Gefühl gegenüber der eigenen Lebensumgebung, das dringend neu entfacht werden muß. Ist das da, so können Kräfte mobilisiert werden, die sonst vergeudet würden. Kräfte, die produktiv, kreativ, lebensbejahend sind, die aufbauen, bestärken, die Lebensfreude ankurbeln. Nur so ein Volk kann wirklich etwas Gutes in der Welt bewirken, nicht eines, das ständig am Mäkeln, Kritisieren, Verbieten und Energieeinsparen ist. Was soll daraus anderes entstehen als Verkümmerung? Wer sich selber verkümmert, der verkümmert auch andere. Wer sich selber stärkt, der zieht auch andere mit.


"Unsere größte Angst ist nicht unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst besteht darin, grenzenlos mächtig zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten. Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst. Dich klein zu machen, nur damit sich andere um Dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Es ist nicht nur in einigen von uns. Es ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit anderen unbewusst die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen." - Nelson Mandela

Es gibt also noch viel zu lernen. Natürlich haben die Menschen hierzulande einen anderen, ändernden Energien eher schwermütig gegenüberstehenden Charakter, aber das sollte mich nicht daran hindern, trotzdem den Tabubruch der Bestärkung dieses Landes und seiner Kultur zu begehen. Denn, ich meine: Wer will denn ein positives Gefühl verbieten? Mit was für einem Argument? Zu viel Herz, zu viel Kraft? Stimmt, das könnte ja aufdringlich werden, nicht? Mit Kriegen, Gebietsexpansion und Gewalt hat das aber rein gar nichts zu tun. Das sind genauso nur Zeichen von Verkümmerung und fehlender Kraft, indem man meint sich diese wieder von außen holen zu können. Ähnlich ja auch dem neuen Schema "Einwanderungsland". Als ob dadurch plötzlich magisch diesem Land neue Kraft zugeführt wird. Lächerlich.


Hier ist etwas fundamental anderes nötig, eine Transformation auf ganz anderer Ebene. Am besten man vergißt auch alles, was einem erzählt wurde, und fängt ganz von Null an, so frisch, als ob man gerade erst wieder seinen ersten Tag erlebt. Was hat man da noch mit irgendeiner angeblich gefährlichen, aber lehrreichen Vergangenheit zu tun? Das war die Geschichte von anderen, aber doch nicht meine! Diese Generation ist völlig frei, unbelastet und kann sich die Last auf den Schultern sparen, sich stattdessen fragen: Was sind meine Träume, welche Entdeckung habe ich zu machen? Das ist das Einzige, was zählt.

© 2020 Christian Nikitin, Freising, Deutschland, chrnikitin[at]protonmail.com, Impressum

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