Die Mitläufergesellschaft zeigt nun ihr wahres Gesicht



Heute wurde ich beim Baustoffhändler mit der neuesten Maßnahme der Gesichtsmasken konfrontiert. Als ich ohne sie reingegangen bin wurde ich direkt darauf hingewiesen, wo denn meine Maske wäre. Das soll also nun die neue Gewohnheit sein, bei jedem Gebäude-betreten. Ich holte eine Maske aus dem Firmentransporter und zog sie am Eingang an. So etwas Demütigendes habe ich in meinem Leben schon lange nicht mehr erlebt.

Das Regime will sich hier durch diese Aktion in den Köpfen der Menschen festsetzen, eben wie ein Virus. Immer schön dran denken, Maske an! Und wie die kleinen Kinder gehorchen die meisten Menschen nicht nur, sondern finden das alles auch noch total richtig und vorbildlich, verinnerlichen völlig naiv die Vorgaben. Kein Hauch von Hinterfragen, wieso gerade jetzt diese Verschärfung notwendig ist. Belegen das etwa die Zahlen oder die Sterbefälle? Ich weiß nichts dergleichen.

Wie dem auch sei. Die Situation ist so dermaßen absurd, daß ich heute nur noch mit Kopfschütteln registrieren konnte, wie Leute auch außerhalb der Geschäfte, auf Wegen, Parkplätzen, in Autos immer noch diese Masken trugen. Freiwillig wohlgemerkt, während z. B. die bemitleidenswerten Mitarbeiter schwitzend den ganzen Tag stickige Luft atmen müssen. Da habe ich es vergleichsweise gut, nur kurz dieses Ding aufsetzen zu müssen, im Geschäft mein täglich Gut abzustauben, und draußen wieder freie, frische Luft aufnehmen zu können. Aber was die da tun? Ich tue mich schwer mich in dieses Denken hineinversetzen zu können.

Schockierend ist für mich, inwieweit es dieser Staatsapparat mittlerweile schafft in meinen persönlichen Alltag einzugreifen, meint mir Verhaltensvorgaben aufdiktieren zu können, zum Wohle der Allgemeinheit natürlich. Und vor allem ist es erschreckend mitanzusehen, wie stark der Glaube und das Vertrauen in diese Strukturen sind, und vor allem wie hermetisch abgeriegelt diese Sicht ist, denn Abweichen wird auf gar keinen Fall geduldet. Wer anderes behauptet kann gerne mal ohne Maske in den nächsten Supermarkt gehen, wo dann auf einen Haufen Vertreter des Regimes getroffen wird, die ihm genau weismachen werden, wo seine Freiheit endet.

Mir geht es aber nicht um diese Gesellschaft und deren Stand. Mir sind hier vor allem meine Reaktionen wichtig, was mein Empfinden mit diesen Zwangsmaßnahmen ist. Im Gegensatz zu vielen Anderen verspüre ich nämlich starke Abscheu gegen Dinge, die ich machen muß, ohne, daß ich dabei einen Entscheidungsfreiraum habe. Das ist bei mir wohl in gewisser Weise angeboren. Das ging schon in der Schule los, wo ich auch gegen meinen Willen auf einem Stuhl festgehalten wurde, ich gezwungen wurde mit meiner Aufmerksamkeit bei den Worten des Lehrers zu bleiben, selbst wenn es mich gar nicht interessiert hat, wenn nicht sogar sachlich falsch war.

Was ich bin, was jeder ist, ist aber nicht diese Enge, dieses Beschränken der Möglichkeiten durch Pflichten, Vorgaben oder Moral, sondern grenzenlose Weite, was oft auch mit Freiheit beschrieben wird. Wo alles möglich ist, und nicht nur Gewünschtes und Erlaubtes.

Was mich so traurig stimmt ist sicher auch, hier von Menschen umgeben zu sein, die sich selber so degradieren und für irrelevant abtun, als durch z. B. Recherchen und Faktensuche zu ermächtigen. So ein Diktat könnte dann nämlich nichts mehr ausrichten, wenn die Leute sich nicht zu deren Stellvertreter auf dem Boden machen würden, weil jedes Geschäft in einem Land nicht kontrolliert werden kann. Aber weil es staatlich oder amtlich ist, ist das ja der Weisheit letzter Schluß und wird gekauft. Jedoch kann etwas noch sehr von einer mehrheitlichen Zustimmung getragen werden, wahrer und faktisch notwendig wird es dadurch nicht.

Ich finde es dann schon frappant, wenn dann ein Kollege von mir meint, wo denn mein Problem mit der Maske wäre. Er läuft seelenzufrieden und glücklich mit ihr herum, genau wie Millionen um ihn herum. Das Problem muß ich ja haben, nicht?


Hier sehe ich wie grundlegend sich Menschen unterscheiden können. Oft meine ich, daß ich und Andere doch ähnlich empfinden müssen, sind wir doch alles Menschen, oder? Es gehört jedoch noch einiges mehr zum wirklichen Menschsein, nämlich vor allem die Bereitschaft Unangenehmes nicht wegzudrängen. Wie ich beobachte ist es die Norm sich eine Scheinwelt vorzugaukeln, die so draußen gar nicht existiert. Kenne ich natürlich auch jahrelang von mir z. B. durch TV- und Nachrichten-Gucken, bis irgendwann eben die ungelösten Fragen so drängend werden, daß eben eine Auseinandersetzung folgen muß. Diesen Impuls in anderen hervorrufen zu wollen, habe ich schon lange als nutzlos aufgegeben, weil es ohne innere Bereitschaft nicht geht. Trotzdem gehört es auch mal angesprochen, weil ich die innere Haltung dahinter ganz sicher niemals akzeptieren kann, weil sie definitiv falsch ist.

Und nur mit der erforschten Wahrheit im Gepäck kann auch so etwas wie wirkliche Zufriedenheit entstehen, die Genugtuung bringt. Oberflächlicher Konsum, "Dazugehören wollen" und "Seine Ruhe haben" sind im Vergleich dazu mickrige Krumen.

© 2020 Christian Nikitin, Freising, Deutschland, chrnikitin[at]protonmail.com, Impressum

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